Hessischer Bildungsserver / Grundschulen in Hessen

Faszination der Chemie für Kindergärten, Schulen, Fortbildungsangebote für Lehrkräfte

Dieser Beitrag ist abgelaufen: Okt. 6, 2008, Mitternacht

"Wir sind auf einem guten Weg, das Negativ-Image von Naturwissenschaften, Mathematik und Technik zu verändern. Das ‚Juniorlabor Chemie‛ an der TU Darmstadt ist ein weiterer Schritt auf diesem Weg“, erklärte Staatsminister Jürgen Banzer anlässlich der Einweihung des ‚Juniorlabors Chemie‛.

Das international renommierte Unternehmen Merck KGaA und die Technische Universität sowie das Hessische Kultusministerium hätten hier eine Brücke zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Schule geschlagen. Das Jugendlabor biete vom Grundschulalter an über alle Altersstufen und Bildungsgänge hinweg bis in die Oberstufe und hin zu speziellen Angeboten für Hochbegabte Demonstrationen, Ferienkurse, Projektveranstaltungen sowie Fortbildungen für Schulen an. Ein Chemielabor, in dem Kinder und Jugendliche mit all ihrem Interesse, ihrer Neugier die ganze Faszination von Chemie erleben, erforschen und erfahren könnten, sei allein schon ein herausragendes Angebot. Im Auftrag des Hessischen Kultusministeriums unterstütze das Staatliche Schulamt durch einen speziellen Ansprechpartner die Kooperation von Schulen mit dem Chemielabor. „Das Jugendlabor Chemie ist ein beispielgebendes Kooperationsprojekt, für das ich allen Beteiligten meinen Dank und meine Anerkennung aussprechen möchte“, stellte Jürgen Banzer fest.

Aus schul- und bildungspolitischer Sicht seien solche Laboreinrichtungen, wie sie mit viel Engagement verschiedenster Akteure in ihrer jeweils ganz eigenen Schwerpunktsetzung mit z. B. dem „Physik-Club“ in Kassel, dem „Chemikum“ in Marburg, dem BioloGio in Gießen oder mit dem Laboratorium der Gesellschaft für Schwerionenforschung in Darmstadt entstanden seien, eine sehr wichtige Ergänzung für die Arbeit der Schulen. „Anhand dieser Einrichtungen wird deutlich, dass Naturwissenschaften, Technik und Mathematik eine breite Verankerung und eine besondere Bedeutung haben. Diese Fachbereiche werden entwicklungbestimmend für uns als Industriestandort sein. Insofern sind wir gut beraten, alles dran setzen, nicht nur Brücken zwischen Wirtschaft, Forschung und Schule zu schlagen, sondern auch Kindern und Jugendlichen die Attraktivität dieser Fachgebiete auf vielfältige Weise zu eröffnen. Auf diesem Weg fördern wir Interessen, fördern berufliche Optionen“, erläuterte Staatsminister Jürgen Banzer. Es gelte, diesen offensichtlich erfolgreichen Weg weiter zu verstetigen. In den Naturwissenschaften habe Deutschland von PISA 2003 (18. Platz) zu PISA 2006 (8. Platz) einen regelrechten Sprung um zehn Plätze nach vorn gemacht.

| 6.9.2008